Home Veranstaltungen Vorträge
Vortrag vom Bezirksrat Emil Looser

Pionierarbeit in Sachen Integration

 

Im Anschluss an die Generalversammlung der CVP Bezirk Küssnacht am 2. Februar 2009 im Restaurant Tell‘s Hohle Gasse in Immensee, nahm Bezirksrat Emil Looser die Gelegenheit wahr die Anwesenden über den Teilbereich Gesellschaft seines Verantwortungsgebiet zu informieren.

 

Bild des Teams Kulturennetz im Bezirk Küssnacht 

Im Strategiepapier des Bezirksrats für die laufende Legislatur, hält dieser seine Bemühungen zur Pflege und Unterstützung des integrativen Umganges mit Mitbürger aus anderen Religionen, Kulturen und Länder fest. Gleichzeitig setzt sich der Bezirk für ein koordiniertes, vernetztes und möglich frühzeitiges 

Intervenieren bei sozial unerwünschtem Verhalten ein. Was soviel heisst wie: der Bezirk setz sich mit den geeigneten Massnahmen zur Integration von Menschen aus anderen Ethnien ein und behaltet sich die Möglichkeit der Intervention bei sozial auffälligem Verhalten der genannten Mitbürgergruppierung vor. 

Dies hatte zur Konsequenz, dass eine Fachstelle geschaffen wurde die und mit kompetentem Personal besetzt werden musste. Diese Aufgabe wurde Beatrice Burri übertragen. Weiter wurde eine Fachkommission „Kulturennetz“ geschaffen. 

Um die Ziele der strategischen Ausrichtung zu erreichen musste eine Intensivierung bei der Umsetzung von Projekten angestrebt und eine ressortübergreifende Zusammenarbeit sowie den Austausch mit anderen Gemeinden und dem Kanton gepflegt und intensiviert werden.

Zu den Bereichen der Fachstelle Gesellschaftsfragen, gehören die ausserschulische Bildung, Betreuung und Beratung, die Integration und die interkulturellen Angebote sowie die Prävention und die Früherkennung. 

Bezirksrat Looser unterstrich die Wichtigkeit des Aspektes Prävention und Früherkennung um Missstände und Überschreitungen rechtzeitig zu erkennen und zu beheben.

 

 

Die Resultate der Arbeit der Fachstelle und der Fachkommission lassen sich durch aus sehen. Hier stichwortartig das Gesagte:

  • Im Bezirk sind unterdessen 16 so genannte Schlüsselpersonen tätig, die zusammen 9 verschiedene Sprachen abdecken. 
  • Von den geplanten Vorhaben wurden bereits das „Treff und Fest der Kulturen“ durchgeführt, das Midnight Basket ins Leben gerufen, der Skatepark als Projekt initiiert, kostengünstige Sprachkurse mit Vertiefungsmöglichkeit angeboten, mit dem Jugendhaus Oase eine neue Leistungsvereinbarung getroffen, das Konzept „Chinderhuus“ erweitert und verbilligt und das Projekt zur Schulwegsicherung initiiert. 
  • Weiter wurde ein Pilotprojekt für das Case Managemnt Berufsbildung gestartet. Hier werden schwierige Fälle bei der Berufswahl von Jugendlichen behandelt. Dies um zu verhindern, dass diese Jugendlichen durch die gesellschaftlichen Maschen fallen und auf der Strasse landen.

Die Zahlen sind ebenso beachtlich. 

  • Als Beispiel wurden das Chinderhuus genannt, wo zu Zeit 49 Kinder im Vorschulalter und 46 Kinder im Schulalter betreut werden. Der Mittagstisch ist zu 70% ausgelastet. Dieses Resultate übertriffen somit die optimistischsten Prognosen. 
  • Weiter fand die Midnight Funzone mit dem Freizeitangebot für Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahre hohen Anklang und entsprechend hohen Besucherzahlen. Im Schnitt fast 50 Personen und mehr als 80 Personen an Spitzentagen Das Bemerkenswerte ist, dass ca. 50% der Besucher, Schweizer sind, was im Vergleich zu anderen Gemeinden wesentlich höher ist. Auch der hohe Anteil von 28% weibliche Besucherinnen lässt aufhorchen. 
  • Die Sprachkurse erfreuen sich einer steigenden Teilnehmerzahl, 8 bis 12 Teilnehmer im Grüezi Basiskurs und 13-16 im Vertiefungskurs. Dies dank dem moderaten Kostenbeitrag der Teilnehmer und die gratis Kinderbetreuung.  

Gestützt auf den präsentierten Zahlen und den Reaktion, darf der Bezirk mit Stolz sagen, dass im Vergleich zu anderen Gemeinden in Sachen Integration und Gesellschaftsfragen, in Küssnacht Pionierarbeit geleistet wird.

Am Ende des Vortrages zieht Bezirksart Emil Looser den Schluss, dass das zunehmende Engagement der fremden Ethnien und der intensivere Kontakt zwischen Ansässigen und Zugezogenen, zum feststellbaren Abbau von Vorurteilen geführt  und schliesslich zu ein qualitativ besseres Zusammenleben der verschiedenartigen Bevölkerungsgruppen.


Anschliessend an den Vortrag wurde Fragen der Anwesenden beantwortet. 

CVP Präsident Paolo Härtner bedankte sich bei Bezirksrat Emil Looser für den interessanten Vortrag zum richtigen Zeitpunkt. Das Geleistete ist einen wesentlichen Beitrag zum Abbau unbegründeten Ängsten vor Menschen aus anderen Kultur und Sprachkreisen. Die Brisanz des Themas ist in Hinblick auf die Abstimmung am 8. Februar 2009 gegeben.


Die Folien zum Vortrag können nächstens auf dieser Internetseite herunter geladen werden. 


 


 

Umfrage